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Fördermittel für meine ERP-Projekte. Wie geht das? - 4SELLERS

Förderungen für ERP Projekte - Gibt es das?

Jede Technik muss irgendwann erneuert werden. Egal ob es ein Auto ist, das nicht mehr in eine Umweltzone fahren darf, eine Betonbrücke, an der der Zahn der Zeit nagt oder eben Software. Auch der Onlinehandel wird nicht verschont von notwendigen Prozessen der Instandhaltung. Gerade für kleinere Händler kann aus einer Pflicht jedoch schnell eine Frage der Existenz werden. Immerhin ist die Wartung und Erneuerung komplexer Systeme im ERP-Bereich teuer. Oft muss neben Software-Technologien auch die Hardware einer Verjüngungskur unterzogen werden.

Aus diesem Grund verschleppen viele Händler eigentlich notwendige Investitionen oft um viele Jahre – oder lassen sie komplett ausfallen. Die Folge ist, dass Systeme immer weniger Leistung bringen und oft mit neuen Technologien nicht mehr kompatibel sind. Diese Tatsache kann für Händler eine kleine Unannehmlichkeit sein, kann aber auch ein ganzes Unternehmen ernsthaft gefährden. Stellt zum Beispiel ein wichtiger Marktplatz auf eine neue Technik zur Datenübertragung um, die das veraltete ERP des Händlers nicht mehr mitgehen kann, droht schnell ein finanzieller Engpass.

Viele verschiedene Förderprogramme

Was viele Unternehmen aber nicht wissen: Sie stehen nicht alleine mit diesem Problem. So fördern die Europäische Union, die Bundesrepublik und die 16 Bundesländer ERP-Projekte in nicht geringem Umfang. Oft können staatliche Förderungen bis zu 50 Prozent des initialen Investments ausmachen und sollten daher von jedem Unternehmen genauestens geprüft werden. Welche Förderungen für wen infrage kommen ist bisher aber leider oft sehr individuell und das Vergabeverfahren nicht immer komplett transparent.

Im Freistaat Bayern gibt es zum Beispiel den sogenannten Digitalbonus. In Baden-Württemberg gibt es dagegen eine „Digitalisierungprämie“ sowie eine „Wachstumsfinanzierungen“. Unternehmen in der Hauptstadt können vom Projekt „Berlin Mittelstand 4.0“ profitieren oder Hessen vom „Innovationskredit Hessen“. Eine umfangreiche Auflistung können Sie hier finden. Das Angebot ist gewaltig und es lohnt sich, alle Möglichkeiten auszuloten. Am Ende steht immer die Frage: Welche Förderung unterstützt mich in der Erreichung meiner Ziele?

Bei der Beantwortung dieser Frage können Sie auch auf das Wissen Ihres ERP-Partners zurückgreifen. Denn so viele Möglichkeiten Förderprogramme auch haben, so komplex sind sie auch. So unterstützen die vielen Digitalisierungs- und Mittelstandspakte meist nicht den reinen Erwerb von Software und Lizenzen. Dagegen sehr wohl Beratungs- und Planungsleistungen. Onlinehändler könnten also den Eindruck bekommen, dass Upgrade- und Investitionsprojekte gar nicht förderfähig sind. Das ist oftmals jedoch falsch. Denn gerade im ERP-Umfeld sind es vor allem Beratungs- und Planungsleistungen, die die meisten Kosten verursachen. Von der Erstellung der Lastenhefte bis zum Consulting.

Allein 2018 wurden 16.530 Projekte gefördert

Auf Bundesebene ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Vergabe von Fördermitteln verantwortlich. Auf der Homepage des Bundesamtes finden Unternehmer bereits sehr umfangreiche Formulare, Anleitungen und grundlegende Informationen. Und auch ein Blick in den Jahresbericht lohnt sich.
So wurden allein im Jahr 2018 genau 16.530 Projekte gefördert. Insgesamt vergab das Amt mehr als 31,4 Millionen Euro an Fördermitteln an mittelständische Unternehmen in Deutschland.

Sollten Sie also ein Neuprojekt, ein Upgrade oder eine Erweiterung Ihres ERP-Systems planen, vergessen Sie nicht, dass Sie auf eine große Anzahl von Fördermöglichkeiten zurückgreifen können. Sprechen Sie mit Ihrem ERP-Servicepartner und informieren Sie sich bei den zuständigen Stellen. Es lohnt sich!

Veröffentlicht am: 18.04.2019
Von Wolfgang Holzhauser