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Was sind die kommenden E-Commerce Trends in 2020?

Das sind die E-Commerce Trends 2020

Und? Wie oft haben Sie inzwischen noch 2019 anstatt von 2020 geschrieben? Wir auch.
Mit dem Start in ein neues Jahrzehnt möchten wir dennoch mit Ihnen einen Blick in die Zukunft werfen und zusammenfassen, was in unseren Augen die E-Commerce Trends 2020 werden. Denn, gerade moderne Technologien, neue Ideen und die Weiterentwicklung bestehender Erfolgsgaranten verspricht eine spannende Zeit im Onlinehandel. Dieser wird als Teil der globalen Digitalwirtschaft auch 2020 und darüber hinaus wachsen. Doch während die großen Spieler immer größer werden, könnte die Luft für kleinere Händler immer dünner werden. Jedoch könnte auch der Markteintritt von Amazon-Konkurrent Alibaba die Karten auch komplett neu mischen. Also, was wird uns das Jahr 2020 bringen?

KI bleibt eines der Kernthemen

Das beliebteste Buzzword von 2019 wird uns auch in diesem Jahr weiter begleiten: KI. Immer wieder werden künstliche Intelligenzen vollmundig versprochen und gerne für Marketing neuer Software genutzt. Egal ob es um den Webseiten-Baukasten geht oder um komplexe Programme für den Handel. Die Realität ist aber, dass im vergangenen Jahr „KI“ ein Synonym für Automatisierung war. Doch dieser Fakt wird schon wohl schon bald selbst korrigieren. Gerade das Machine Learning lebt von großen Datenmengen und diese stehen jetzt zur Verfügung. Gerade im Marketing, in Teilen der Industrie und beim Internet of Things (IoT) könnten dieses Jahr bereits erste echte Lebenszeichen von spezialisierten KI`s zu sehen sein.

Für Händler ist vor allem der Marketing-Aspekt dieser Möglichkeiten interessant. Immerhin könnte eine künstliche Intelligenz dabei helfen, Kundenwünsche vorherzusagen. Die große Herausforderung hierbei ist, dass aus einem großen Datenpool die richtigen Informationen erkannt, ausgewählt und verarbeitet werden müssen. Doch vor allem dank der Cloud und ihrer nahezu unbegrenzten Speicherkapazitäten sind die Voraussetzungen noch nie besser gewesen, damit Händler bald ihre eigene kleine KI im Einsatz haben könnten. Wir sind auf jeden Fall gespannt. Mit 4SELLERS Elements haben auch wir einen großen Schritt in diese Richtung getan.

Messanger-Dienste als Verkaufskanal werden wichtiger

Zugegeben, Messanger-Dienste wurden in den vergangenen Jahren immer wieder durch die Trend-Dörfer der Jahresausblicke getrieben. Ihre Relevanz für den deutschen Onlinehandel blieb dagegen stets überschaubar. Im vergangenen Jahr verbot die Facebook-Tochter WhatsApp zudem den Versand von Sammel-Newslettern über die eigene Plattform. Gleichzeitig begann Facebook aber mit der Entwicklung neuer Tools für den „Conversational Commerce“, also den konversationsgetriebenen Vertrieb. Vorbild dafür dürfte Wechat aus China sein. Über diesen Messanger Dienst erledigen in Asien Millionen Menschen nahezu ihren kompletten Alltag. Von der Bestellung, über die Bezahlabwicklung bis hin zur Buchung eines Taxis. Dieses Leistungsspektrum dürfte in abgespeckter Form bald auch seinen Weg nach Europa finden.Händler sind also sicherlich gut beraten, wenn sie zumindest mit einem Auge auch auf die neuen Möglichkeiten blicken, die am Horizont der Messanger-Dienste bereits erkennbar sind.

Sprach-Assistenten werden wichtiger werden

Auch die Welt der Sprachassistenten entwickelt sich weiter. Zwar nutzen bisher nur sehr wenige Nutzer die Möglichkeit über sie einzukaufen, ihre generelle Verwendung steigt jedoch jährlich an. Vor allem, wenn es um die Eingabe von Navigationsdaten oder die Suche von Begriffen im Netz geht, nutzt jeder zweite Deutsche inzwischen einen Sprachassistenten. Zudem steht mit Google Duplex eine ganz neue Technologie ins Haus, die einem wirklichen Sekretär schon sehr nahe kommt. Bereits in der Vergangenheit gelang dem Programm die Imitation von echten Menschen so gut, dass real existierende Gesprächspartner am Telefon nicht erkannten, dass sie gerade mit einer Software sprachen. Unter anderem machte Duplex so Reservierungen in Restaurants aus oder buchten einen Termin beim örtlichen Friseur.

In diesem Jahr könnte als der große Durchbruch für die Sprachassistenten gelingen. Bis sie jedoch im E-Commerce zu einem wichtigen Baustein im Vertriebskanal werden, dürfte es noch dauern. Zu viele Fragen sind noch ungeklärt. Immerhin muss eine Sprachsoftware Personen einwandfrei identifizieren können, um bei Bestellungen und Bezahlvorgängen Sicherheit zu bieten. Zudem braucht es eine Lösung, wie für den Vertragsschluss notwendige Informationen transportiert werden können. Antworten könnten wir bereits im Laufe dieses Jahres erhalten.

Wenn der Roboter die Feder übernimmt: Roboterjournalismus

Wir outen uns jetzt einfach mal. Ja, diese Zeilen hat ein Mensch geschrieben. 2020 könnten wir jedoch genau hier schon einen Trend verpassen. Denn: Immer häufiger wird Content nicht mehr von realen Menschen produziert, sondern von sogenannten Roboterjournalisten. Was jetzt erstmal cool klingt und irgendwie an den Terminator erinnert, ist vielmehr eine ausgeklügelte Technologie, die mithilfe von einigen Eckdaten und mit Zugriff auf Text-Datenbanken Content in Hülle und Fülle entstehen lässt. Gerade im Sport, bei der Berichterstattung in den kleineren Ligen, findet diese Software bereits heute Verwendung. Wo früher Vereine eigene Spielberichte schrieben und einreichten, reicht heute die Meldung von Ergebnissen und Ereignissen. Und auch beim Wetter oder Börsenkursen schreiben für uns heute schon viele Roboter – ohne dass wir es wirklich wahrnehmen.

Und auch im E-Commerce könnten bald die Roboter die Welt der Content-Produktion verändern. Gerade das Erstellen von suchmaschinenoptimierten Texten für Produkte und Dienstleistungen könnte so bald schon ohne menschliche Einflüsse ablaufen. Und das sogar gleichzeitig in mehreren Sprachen! Es könnte also sein, dass wir bereits in diesem Jahr die ersten Hybrid-Redaktionen erleben, in denen Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Wir sind definitiv gespannt auf diesen Trend des Jahres 2020: Collaboration zwischen Mensch und Maschine.

Mobile Payment

Bereits im vergangenen Jahr sorgte das bargeldlose Bezahlen für Diskussionen in Deutschland. Vor allem der Start von Apple Pay provozierte Reaktionen, die von empört über entsetzt bis glücklich reichten. Während die einen den Untergang des Abendlandes an der Ladenkasse vermuteten, freute es die, die nie Bargeld in der Tasche haben, umso mehr. Mit der PSD2 kamen nun weitere Erleichterungen hinzu, die vor allem bei der Bezahlung von Kleinbeträgen Rechtssicherheit bieten. Für den Endverbraucher steigt so auch der Komfort an der Ladenkasse spürbar an. Einfach, da die digitale und die faktische Welt verschmelzen. Bereits heute machen es die großen Spieler, wie Apple, Google oder PayPal bereits vor, wie einfach ein Bezahlvorgang sein kann.

Für Onlinehändler steigt damit jedoch auch die Komplexität. So wird es immer wichtiger werden Kunden nicht auf den letzten Metern vor dem Bestellabschluss durch aufwändige oder unpraktische Bezahlvorgänge zu verlieren. Gerade die Zwei-Faktor-Authentifizierung, also die Identifikation von Personen zum Beispiel über den Fingerabdruck am Handy, könnte hier zu einem realen Stolperstein werden.

Veröffentlicht am: 13.01.2020
Von Wolfgang Holzhauser